Teneriffa: Tour 2 - weiteres Highlight auf dieser Rundtour ist die Stadt La Laguna

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Teneriffa für Radfahrer: Tour 2 - Das Anagagebirge

Santa Cruz de Tenerife – La Laguna – Las Canteras – El Bailadero – San Andrés – Santa Cruz de Tenerife (50 km)

In steilen Serpentinen windet sich die Straße den Berg hinauf. Als Belohnung für den mühevollen Anstieg winken eine einzigartige Landschaft und herrliche Ausblicke. Und nicht zuletzt eine lange genussvolle Abfahrt

Las Montañas de Anaga – das Anagagebirge – nimmt den gesamten Nordostteil von Teneriffa ein. Die höchste Erhebung ist der 1024 Meter hohe Taborno. Das Gebirge wird von Seitentälern (Barrancos) eingeschnitten und fällt nach drei Seiten steil zum Meer hin ab. Bedingt durch seine Höhe und Lage ist das Anagagebirge im Einzugsbereich der Passatwolken und daher meist in einen leichten Nebel gehüllt. Diese permanente Feuchtigkeit reicht aus, um ein üppiges Grün gedeihen zu lassen. An den Gebirgshängen wachsen ungefähr 20 unterschiedliche Baumgattungen sowie unzählige Sträucher und Kräuter. Der Wald gilt als letztes Beispiel dafür, welche Flora im Tertiärzeitalter ganz Südeuropa bedeckt haben soll. Besonders zum Ende des „Winters” blühen viele Pflanzen.

Ein weiteres Highlight auf dieser Rundtour ist die Stadt La Laguna, im Mittelalter das geistige und politische Zentrum der Kanarischen Inseln. Erst 1723 wurde der Regierungssitz nach Santa Cruz de Tenerife verlegt. Das Stadtbild von San Cristóbal de La Laguna, wie der offizielle Name lautet, ist geprägt durch stattliche Adelspaläste und Bürgerhäuser, die meisten stammen aus der spanischen Kolonialzeit im 16. und 17. Jahrhundert. Die Einwohnerzahl der Stadt ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen, da es in gewissen Kreisen als schick gilt, in Santa Cruz de Tenerife zu arbeiten und in der kühleren Höhe von La Laguna zu wohnen.

Erste Anstiege

In der Tat geht es ordentlich bergauf nach La Laguna. Der Anstieg beginnt bereits im Stadtgebiet von Santa Cruz, das wir in nördlicher Richtung verlassen. Leider gibt es keine Alternativstrecke, so dass man sich auf der verkehrsreichen Straße im Auspuffgestank der Autos und lärmenden Busse hochquälen muss. Bei einem kleinen Rundgang in La Laguna durch die Calle de Santo Domingo und dann links auf die Calle del Obispo Rey Redondo können wir durchatmen und uns von dem Flair der Stadt einfangen lassen. Wir verlassen anschließend La Laguna auf der Calle Sol y Ortega wieder (Wegweiser: Monte de las Mercedes) und radeln gemütlich unter schattigen Eukalyptusbäumen auf ebener Strecke nach Las Canteras. Hier könnte man über Tegueste und Bajamar einen Abstecher zum Punta del Hidalgo machen und von dort in einer mehrstündigen Wanderung das interessante Höhlendorf Chinamada besuchen. Die weitere Tour ist dann allerdings nur noch mit einer Zwischenübernachtung zu schaffen.

Serpentinen mit Aussicht

Um in das Anagagebirge zu kommen, hält man sich in Las Canteras rechts. Kurz hinter dem Ort beginnt der erneute Anstieg, diesmal jedoch durch den angenehm kühlen Lorbeerwald. Die Serpentinen werden unterbrochen durch den Aussichtspunkt Lomo Alto mit sehr schönem Blick auf La Laguna. Mit viel Glück zeigt sich sogar der dahinterliegende Teide. Man fährt weiter Richtung El Bailadero und erreicht wenig später den Aussichtspunkt Cruz del Carmen, wo es auch eine Einkehrmöglichkeit gibt. Danach ist der höchste Punkt der Tour erreicht, daneben befindet sich linker Hand der Gipfel des Taborno. Empfehlenswert ist der kurze Abstecher zum Aussichtspunkt Pico del Ingles. Der Weg ist beschildert.

Auf dem Bergrücken

Man fährt nun ohne große Steigungen und Gefälle den Bergrücken entlang, blickt links und rechts der Straße immer wieder in tief eingeschnittene Bergtäler und erreicht bald darauf eine Abzweigung bei El Bailadero. Wer noch Lust hat, kann noch eine Weile auf dem Bergrücken weiterfahren; bis zu dem Dorf Chamorga sind es noch 10 Kilometer, dann endet die Straße. Für eine weitere Variante geht es kurz Richtung Chamorga und dann links in Serpentinen hinunter nach Taganana, einem gemütlichen malerischen Ort, sowie weiter hinunter nach Almaciga. Es ist jedoch zu bedenken, dass man den ganzen Weg wieder zurückfahren muss, da die Straße wenig später in Benijo endet. Ansonsten folgt man dem Straßenschild Richtung Santa Cruz und genießt die lang ersehnte gut 10 Kilometer lange Abfahrt hinunter an die Küste nach San Andrés. Hier zweigt links eine Straße ab zum Playa de las Teresitas, einem schönen, künstlich angelegten Strand mit Bademöglichkeit. Ansonsten hält man sich rechts und erreicht wenig später auf der stark befahrenen Küstenstraße wieder Santa Cruz de Tenerife.

Praktische Infos zur Strecke

Ausgangsort: Santa Cruz de Tenerife

Streckenverlauf: Santa Cruz de Tenerife – La Laguna 8 km – Las Canteras 4 km – El Bailadero 18 km – San Andrés 11 km – Santa Cruz de Tenerife 9 km Streckenlänge: 50 km

Variationen: Unterwegs sind Abstecher nach Punta del Hidalgo (13 km einfach), Almaciga (7 km einfach), Chamorga (10 km einfach) und Igueste (7 km einfach) möglich.

Zeitaufwand: 5 Stunden

Streckenprofil: Permanent wechselnde Anstiege von Santa Cruz de Tenerife bis El Bailadero (ca. 1000 Höhenmeter), danach erfolgt eine 10 km lange Abfahrt nach San Andrés, der Rest zurück bis Santa Cruz de Tenerife ist flach.

Anspruch: Bis zur Abfahrt ist einige Kondition sowie ein Rad mit bergtauglicher Schaltung erforderlich.

Pausen: Auf der gesamten Strecke gibt es häufig Einkehrmöglichkeiten.

Sehenswürdigkeiten: Ehemaliges Dominikanerkloster Santo Domingo, Wallfahrtskirche Santuario del Christo, Kathedrale Santa Iglesia, Rathaus, Kirche Iglesia de Nuestro Señora de la Concepción, Historisches Museum, Ethnographisches Museum und Museum der Wissenschaft und des Kosmos.

Besonderheiten: Aufgrund der besonderen Wetterverhältnisse kommt es im Gebirge öfter zu Niederschlägen bzw. feuchtem Nebel.

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