Jakobsweg Tag 3 - Puente la Reina - Viana

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Puente la Reina - Viana

Dienstag, 12. Mai 2009
- von Norbert -

Heute ist unser dritter Tag. Wir kommen erst um Viertel vor zehn los, da Walfisch und Gaby noch Probleme mit dieser Internetseite haben. Als erstes werden noch Fotos auf der mittelalterlichen Bruecke über dem Arga geschossen. Ein paar Porträts und ueberhaupt. Unser Ziel für heute ist Viana. Eine wunderschöne alte Stadt, 65 Kilometer entfernt. Das Wetter ist fantastisch und verspricht bis zu 30 Grad. Herrlich. Ich darf jetzt schon verraten, dass einige Pilger aus unserer Truppe bei der Ankunft am Zielort tomatenrote Gesichtsfarbe angenommen haben. Einer davon war auch ich. Aber das nur so nebenbei.

Die Route läuft an wirklich beeindruckenden Dörfern vorbei. Die Wegbeschaffenheit der ersten Etappe nach Estella wechselt zwischen gepflasterten Straßen, Feldwegen bis hin zu brutal ausgewaschenen Pfaden mit riesigen Geröllstuecken, so dass norddeutsche Flachlandfahrer kaum etwas von den Schoenheiten der Landschaft mitbekommen. Nicht nur bergauf ist es eine echte Herausforderung, auch bergab müssen Steilstuecke von über 25 Prozent ueberwunden werden. Große Konzentration erfordert auch das Überholen der Pilger, die per Pedes unterwegs sind. Teilweise können sie nicht ausweichen und einige wollen nicht. Aber mit einem freundlichen Gracias wird jede heikle Situation entschärft.

Der erste Treffpunkt in Estella war genau bei den Bodegas an der Weinquelle. Hier hat das Weingut tatsächlich eine Außenstelle gelegt, so dass der erschöpfte Pilger nur noch den Hahn aufdrehen muss und schon fließt Rotwein - ähnlich wie im Schlaraffenland. Wir haben "natürlich" nur ein bisschen probiert.

Am Weinbrunnen

Nach der gemeinsam verbrachten Siesta geht es weiter zum nächsten Treffpunkt: die Kirche von Los Arcos. Viele Höhenmeter sind zu ueberwinden. Dabei zieht sich die Truppe natürlich weit auseinander und ich fahre allein. Der Schweiß rinnt wie in Baechen von meiner Stirn. Was mache ich nur? Urlaub?

Um die Landschaft zu genießen, laufe ich an den Steilstücken, um diese wenigstens ein bisschen wahrzunehmen. In Los Arcos bin ich platt wie eine Flunder, trotzdem fahren wir noch eine halbe Stunde weiter. Schnell noch ein Stempel in unseren Pilgerpass und "ab gehts wieder bergauf" nach Viana.

Um halb sechs treffen wir uns alle in dem wunderschoenen Ort mitten in der Altstadt. Ein toller Tag, eine irre Strecke und schwere Beine, aber glücklich.

Unterkunft im Wohnzimmer bei Senora Carmen

Tagesetappe

ca. 69 Kilometer, 4,30 h Fahrzeit, ca. 1110 Höhenmeter, ca. 970 Abfahrtsmeter

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