Jakobsweg Tag 2 - Huarte - Puente de la Reina

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Tag 2 - Huarte - Puenta la Reina

Montag, 11. Mai 2009 -

- von Gaby mit ein bisschen Hilfe von Mario -

Huarte - Puente la Reina

Nochmal kurz zurück zu gestern. Ja, ich bin verloren gegangen. Ein falscher Abzweig, ein paar Freunde, die einfach nicht warten können und schon war es passiert. Eigentlich wollten wir den Original-Camino fahren, aber Dieter sagte uns, dass dieser durch die Regenfälle der letzten Tage gesperrt sei: Zuviel Matsch, unpassierbar und was sonst noch. So schlimm wars aber nicht - mit dem Matsch. So steil allerdings, dass man schwer über den Lenker hängen musste, damit das Vorderrad nicht hochkommt. Aber immer noch besser als Nationalstraße und wer alleine unterwegs ist, findet auch viel einfacher Anschluss. Am Ende habe ich aber meine Gruppe wiedergefunden und wir sind das letzte Stück zusammen gefahren bis Huarte. Immerhin bin ich als schwächste der Gruppe den "echten" Camino gefahren und habe es geschafft. Wow, das ist ein Ding!

Passhöe am "echten Camino"

Okay, nun der nächste Tag. Es geht steil los aber die Wege sind noch gut fahrbar. Nur wenige Schiebepassagen an diesem frühen Morgen und die auch nur wegen dem langen Abend an der Bar gestern. Wir überholen viele Pilger, die zu Fuß unterwegs sind. Nach Hape Kerkelings Bestseller hätten wir eigentlich mit mehr gerechnet, aber es hält sich in Grenzen. Man wünscht sich gegenseitig "Buen Camino" und das wars dann auch schon mit der Völkerverständigung unterwegs. Ich bin wieder die letzte im Feld. Bergauf kann ich nicht mithalten, weil Kraft und Kondition fehlen, bergab liegts an der mangelnden Technik. Es gibt kaum etwas frustrierenderes als bergab zu schieben, aber einen Sturz möhte ich nicht riskieren. Und einen Vorteil hat so ein Fußarsch: man sieht viel mehr! Und meine Freunde haben dazugelernt. Sie warten auf mich. Vor allem Walfisch aus Hamburg, der Berge eigentlich nur vom Hörensagen kennt. Ob er wirklich auf mich wartet oder ich seine Ausrede bin, das weiß keiner so wirklich.

Römerbrücke in Puente la Reina

Ein Pass liegt vor uns. Der Weg ist allerdings so gut ausgeschildert, dass nun nichts mehr passieren kann. Nur wer zu schnell ist, riskiert einen verpassten Abzweig. Aber das trifft auf mich ja nicht zu. Der "Alto de Perdon". Dem Namen nach entschuldigt er sich bei den Pilgern schon im voraus für seinen fiesen Anstieg. Oben vergeben wir ihm, da er uns mit einer großartigen Aussicht und den Skulpturen zu "Don Quichote" versöhnt. Dass der Wind wie verrückt bläst, ist uns heute auch egal.

Kloster Roncesvalles (das war eigentlich gestern)

Wir kommen nach Puente de la Reina. Hier treffen die verschiedenen Varianten des Jakobswegs zusammen. Wir hatten heute ca. 600 Höhenmeter und rund 40 Kilometer. Eigentlich ein Klacks. Aber wir beschließen mehrheitlich, trotz der kurzen Distanz hier zu übernachten. Fast mehrheitlich: Dieter und Marianne wollen weiter und sind "dann mal weg". Für mich etwas schade, denn nun bin ich alleine unter Männern. Obwohl wir immerhin noch neun Pilger sind, haben wir kein Problem mit der Unterkunft. In Puente de la Reina finden wir sofort Zimmer in einer Pilgerherberge, die zwar einfach war, aber dennoch komfortabel und das zu einem Superpreis von 16 Euro pro Person.

Walfisch: fertig mit der Welt

Tagesetappe

ca. 43 Kilometer, 3 h Fahrzeit, ca. 595 Hoehenmeter, ca. 660 Meter Abfahrten

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