Füssen - Seen-Rundtour mitten durch die Natur

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Radtour um Füssen: Im Land der funkelnden Seen

Ein heißer Tag im Rekord-Sommer 2022. Was gibt es da Besseres als mit dem Rad draußen in der Natur zu sein und unterwegs alle paar Kilometer in einen See zu springen? Ein Traum ist die Region um Füssen aber zu jeder Jahreszeit: Das hübsche Städtchen vor der imposanten Kulisse der Alpen, das nahe gelegene Schloss Neuschwanstein – und in der Umgebung unzählige große und kleinere Seen, die klar wie Bergkristalle in der Sonne funkeln.

Mit dem Regionalzug ist man schnell am Ziel und vom Bahnhof ist es nur ein Katzensprung in die Altstadt. Vorbei an schönen Gebäuden mit spätgotischen und barocken Fassaden, plätschernden Brunnen und blumenüberladenen Trögen geht es quer durch die Stadt nach Süden. Man passiert das weitläufige Benediktinerkloster St. Mang und radelt unterhalb des Hohen Schlosses entlang, das sich imposant auf einem Hügel erhebt. Ein kurzer Abstecher auf die Lechbrücke lohnt sich: Hier windet sich der Gebirgsfluss breit und fast unwirklich türkisblau um die Stadt.

Auf der Nordseite der Brücke folgt man einem kleinen Weg durch schattigen Wald, vorbei am etwas versteckten kleinen Mittersee und Oberen See. Es folgt eine leichte Steigungsstrecke, doch dann ist schon das erste Ziel erreicht: In einer Mulde im Wald liegt der von Wiesen umgebene, beschauliche Alatsee. Mit 870 Metern über dem Meer ist er einer der höchstgelegenen Seen im Ostallgäu. Bis auf einen kleinen Bereich im Nordosten ist das Gewässer nur von Schotterwegen umgeben und fast komplett autofrei. Folgt man dem Pfad auf der linken Seite am schattigen Seeufer, ist man fast schon in Österreich: Die „grüne Grenze“ verläuft hier nur wenige Meter südlich des Sees.

Versteckte Badestellen im Schilf: der Weißensee

Auf einer gemütlichen, leicht ansteigenden Badewiese am Westende des Sees kann man in beschaulicher Ruhe sonnenbaden, sich von den „Strapazen“ der Anfahrt erholen und im glasklaren Wasser schwimmen. Dabei stößt man zwischen blühenden Seerosen am Ufer auf ganze Schwärme weiß gepunkteter Hechte, die sich im kühlen, sauberen Quellwasser wohl fühlen.

Nach einer ausgiebigen Erholungspause geht es auf einfacher Strecke nur ein paar Kilometer weiter: Ein Stück um den See herum und auf einer kleinen Teerstraße steil bergab bis zur Ostspitze des tiefer gelegenen Weißensees. Wer Lust und genug Energie hat, kann auf der Hügelkuppe halten und auf einem Wanderpfad im Wald einen kleinen Hügel erklimmen, wo sich vom „Zweiseenblick“ ein beeindruckender Blick auf Alat- und Weißensee bietet.

Der Weißensee hat einen ganz anderen Charakter als sein „kleiner Bruder“: Er ist an vielen Stellen mit Schilf, Sumpfpflanzen und Gebüsch bewachsen, große Badewiesen sind deutlich seltener. Doch am Ufer finden sich immer wieder kleine, versteckte Wiesen und Zugänge zum See. So kann man an einem dieser lauschigen Plätzchen ganz ungestört rasten und sich im See Nummer zwei erfrischen. Auf dem Radweg am nördlichen Seeufer geht es noch ein Stück weiter bis zum Ort Weißensee. Hier hat man von einer in den See ragenden Landzunge einen schönen Rundblick über das hellblau schimmernde Wasser, tiefgrüne Hügel und die kargen Felsspitzen der Alpen.

Rundblick von der „Riviera des Allgäus“: der Hopfensee

Anschließend radelt man am Seeufer wieder ein Stück zurück und folgt dem Radweg Richtung Hopfen am See, durch grüne Wiesen, an kleinen Sommerhäuschen und einzelnen Baumgruppen vorbei bis zum Ufer des herzförmigen Hopfensees. Er gilt mit seinem idyllischen Ufer und der Panoramakulisse der Alpen als einer der schönsten Seen um Füssen. Entlang des Ufers verstecken sich zwischen knorrigen Bäumen schmale Buchten, die von Schilf und Seerosen umgeben sind. Hier kann man ungestört schwimmen, Picknick machen und seinen Blick in die Ferne schweifen lassen.

Über blühende Wiesen führt der Radweg am Westufer entlang weiter nach Hopfen am See. Die Uferpromenade des Orts mit den zahlreichen Cafés und Restaurants und dem fast schon südländischen Flair trägt auch den Spitznamen „Riviera des Allgäus“. Bei schönem Wetter geht es hier lebhaft zu – aber es lohnt sich, in einem der Lokale mit Rundblick über den See und die Bergkulisse zu speisen oder einen Kaffee zu trinken.

Mit neuer Energie radelt man am Seeufer entlang nach Osten, einen Hügel hinauf und an verstreuten Bauernhöfen vorbei. Schon bald öffnet sich der Blick auf den mit Abstand größten See um Füssen: den langgezogenen Forggensee. Nach einer flotten Fahrt bergab und einem schattigen Stück am Seeufer taucht das moderne Festspielhaus Neuschwanstein Füssen aus dem Wald auf. Das Gebäude ist zwar nicht gerade ein Schmuckstück, aber der umliegende Park mit seinen gepflegten Hecken und Büschen und der schmale Kiesstrand dahinter lohnen einen Stopp. Hier kann man sich einen der herumstehenden Liegestühle ergattern und einen weiteren Höhepunkt der Tour genießen: das „Märchenschloss“ Neuschwanstein mit seinen schlanken, hoch aufragenden Türmen, das am gegenüberliegenden Ufer auf einem Hügel thront.

Wie König Ludwig II. über die Natur blicken: der Forggensee

Auch der Forggensee hat seinen ganz eigenen Charakter: Das Wasser ist deutlich kälter und der Wind weht durch die langgezogene Nord-Süd-Schneise, so dass man beim Baden kleine Wellen durchqueren muss. Dafür kann man auf seinem bequemen Platz am Ufer noch die Abendsonne genießen – und sich vorstellen, wie König Ludwig II. einst vom anderen Ufer über den See und die Berge blickte.

Der Rückweg nach Füssen ist dann nicht mehr weit: Ein Stück am See entlang, dann folgt man dem rauschenden Lech, bis man wieder die Altstadt erreicht. Hier kann man an einem langen, lauen Sommerabend gemütlich durch die Gassen schlendern, ein Eis oder einen Cocktail genießen und dann – ganz entspannt und ohne Menschenmassen – vom Bahnhof aus den Rückweg antreten.

Text und Fotos: Christine Amrhein

Praktische Infos

Angaben zur Route

Gesamtstrecke: ca. 25 km
Reine Fahrzeit: ca. 2 h

Öffentliche Verkehrsmittel
Von München oder Augsburg nach Füssen: Züge ca. 1 mal pro Stunde, Dauer ca. 2 h, direkt oder mit Umsteigen in Buchloe oder Kaufbeuren

Sehenswürdigkeiten entlang der Route

Füssen Sehenswürdigkeiten und Kultur in Füssen: www.fuessen.de

Schloss Neuschwanstein
www.neuschwanstein.de
Der Besuch ist nur im Rahmen einer vorab gebuchten Führung möglich.

Übernachten in Füssen

Pension Steigmühle
Alte Steige 3, 87629 Füssen
steigmuehle.de 

Am Alatsee

Alatsee Hotel und Restaurant
Am Alatsee 1 87629 Füssen
www.hotel-alatsee.de 

Am Hopfensee

Hotel San Marco
Uferstraße 13, Hopfen am See, 87629 Füssen
 hotel-sanmarco.de

Einkehren in Hopfen an See

Beim Olivenbauer
Uferstr. 30, Hopfen am See, 87629 Füssen
beim-olivenbauer.de
mit Panoramablick über den See

Café Bistro Seaside
Uferstr. 21, Hopfen am See, 87629 Füssen
mit Panoramablick über den See

in Füssen

Stadtcafé
Reichenstr. 5 87629 Füssen
in der Altstadt

Schiffswirtschaft – Biorestaurant & Cocktailbar
Schwangauer Str. 1, 87629 Füssen
schiffwirtschaft.business.site
an der Lechbrücke
 

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