Berlin-Usedom: Von der Metropole an die Ostsee
Der Radfernweg Berlin-Usedom verbindet zwei Orte miteinander, die schon seit dem 19. Jahrhundert eine enge Beziehung zueinander haben, galt doch die Ostseeinsel als die „Badewanne der Berliner“. Auf den rund 350 Kilometern Radroute erleben Sie das wunderschöne Barnimer Land, die tiefen Wälder der Schorfheide und unzählige naturbelassene Seen. Auf einsamen Landstraßen durchqueren Sie die malerische Uckermark und entdecken ursprüngliche Dörfer und interessante Städte. Entlang der Küste des Stettiner Haffs fahren Sie auf die grüne Insel Usedom und können die Vielseitigkeit der Landschaft, die sandigen Strände und die blaue Ostsee genießen.
Dieser Beitrag stammt aus dem Buch
Radfernweg Berlin-Usedom
bikeline-Radtourenbuch, Verlag Esterbauer
ISBN 978-3-7111-0351-2
120 Seiten, 18,00 Euro
Mit freundlicher Genehmigung des Esterbauer Verlags
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Wegweisung
Der Radweg ist durchgehend beschildert, die Schilder mit dem einheitlichen Logo führen Sie sicher von Berlin nach Usedom.
Wegbeschaffenheit
Der Radfernweg Berlin–Usedom ist insgesamt gut ausgebaut und fast durchgängig gut befahrbar. Großteils verläuft die Route auf asphaltierten Radwegen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald führen einzelne Abschnitte jedoch über holprige Betonplatten. Auf der Insel Usedom erwarten Sie zudem einige unbefestigte Waldwege.
Verkehr
Der Großteil des Radweges verläuft auf verkehrsarmen Straßen oder straßenbegleitenden Radwegen.
Steigungen
Die Route verläuft meist eben, mit kleineren Steigungen und Gefällestrecken ist aber zu rechnen.
Kinder
Da die Strecke sehr gut ausgebaut und fast durchgängig auf separaten Radwegen, ruhigen Nebenstraßen oder autofreien Feld- und Waldwegen führt, ist sie familientauglich und gut für eine Fahrradreise mit Kindern geeignet.
Highlights
Der Startpunkt liegt im Zentrum der Metropole Berlin am Schlossplatz. An zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei kommen Sie durch die Stadt an der Panke entlang über Zepernick bis nach Bernau bei Berlin. In Bernau radeln Sie an der mittelalterlichen Stadtmauer entlang. Weiters sehenswert ist das Stadttor und die St.-Marien-Kirche.
Die Route führt durch Orte wie Biesenthal, Rosenbeck und Eichhorst. Entlang des Werbellinsees führt der Radweg straßenbegleitend nach Joachimsthal und den Grimnitzsee. Hier haben Sie von der BIORAMA-Aussichtsplattform auf dem Wasserturm einen Blick über die Schorfheide.
Von Parlow geht es über Glambeck, wo u. a. die Radfahrerkirche sehenswert ist, und dann vorbei am Wolletzsee nach Wolletz. Hier haben Sie die Möglichkeit, einen Abstecher nach Angermünde zu unternehmen und gelangen so zum NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle. In Potzlow können Sie dann den Potzlower Roland besichtigen.
Der Radweg führt nun weiter nach Prenzlau, das mit seinen zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten wie z. B. der Stadtmauer oder der Marienkirche mit Dominikanerkloster viele Touristen anlockt.
Auf einsamen Straßen, vorbei an ursprünglichen Dörfern durchqueren Sie nun im weiteren Verlauf die malerische Uckermark. In Pasewalk können Sie historische Gebäude wie den Pulverturm, die St.-Marien-Kirche oder das Prenzlauer Tor besichtigen.
Weiter geht’s nach Torgelow, dessen Name aus dem Slawischen kommt und Handelsplatz bedeutet. Hier erwarten Sie das sehenswerte Ukranenland oder das Heidebad aus neuerer Zeit, aber auch zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten.
Über Eggesin führt der Radfernweg Berlin-Usedom weiter nach Ueckermünde. Hier sind u. a. das Haffmuseum im Schloss, das Herzogsschloss und die Ueckermünder Heide sowie der Tierpark einen Besuch wert.
Über Mönkebude und Leopoldshagen radeln Sie weiter in die Hansestadt Anklam. Diese ist nicht nur wegen ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein beliebter Tourismusort, sondern vor allem auch wegen des reizvollen Umlandes.
Praktische Infos
Länge: 231 km
HM: auf 1,7 (573m) , ab 1,8 (603m)
Start/Ziel: Berlin/Peenemünde
Land: Deutschland
Radweg: 62 %
Unbefestigt:11 %
Verkehr: 2 %