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Nord-Ostsee-Kanal-Route

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Nord-Ostsee-Kanal-Route: Von Brunsbüttel nach Kiel

Auf der Nord-Ostsee-Kanal-Route können Sie neben der internationalen Schifffahrt auch Industriekultur und die Geschichte der Region hautnah erleben. Von Brunsbüttel nach Kiel verläuft die Strecke vorwiegend durch ebene bis leicht hügelige und abwechslungsreiche Landschaften mit beeindruckendem Weitblick sowie gut erhaltenen Zeugnissen aus der Steinzeit. Rendsburg, als Mittelpunkt der Route, bietet mit seiner Eisenbahnhochbrücke und der Schwebefähre eine Attraktion der besonderen Art. Daneben bereichern zahlreiche idyllische Bauerndörfer und reizvolle Städte die Region. Herausragend sind die Vielzahl der Querungsmöglichkeiten des Nord-Ostsee-Kanals, auf die Sie entlang der Route treffen: 14 Fähren und 10 Hochbrücken.

Dieser Beitrag stammt aus dem Buch
Nord-Ostsee-Kanal-Route
Von Brunsbüttel nach Kiel
Verlag Esterbauer
ISBN 978-3-7111-0325-3
100 Seiten, 18 Euro EUR

Mit freundlicher Genehmigung des Esterbauer Verlags

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Wegweisung

Die Route ist bis auf wenige Ausnahmen durchgehend und einheitlich mit eigenem Logo mit der Aufschrift „NOK-Route“ beschildert.

Wegbeschaffenheit

Die NOK-Route verläuft weitestgehend auf gut ausgebauten Radwegen. Auf der Express-Route entlang des Kanals sind Sie auf Betonspurplatten unterwegs.

Verkehr

Die Route verläuft großteils auf Radwegen, vereinzelt werden Sie auch auf wenig befahrenen Landstraßen und Wirtschaftswegen geführt. Auf der Express-Route entlang des Kanals ist dem Dienstverkehr der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Vorrang zu gewähren. Auffällig und ungewohnt nach der Reise durch die ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins ist der hohe Verkehrsanteil im Stadtbereich Kiel, beginnend hinter Melsdorf. Die Route wird hier auf straßenbegleitenden Radwegen geführt.

Steigungen

Das Gelände ist vorwiegend eben, jedoch ist mit gemäßigten punktuellen Steigungen zu rechnen.

Kinder

Die NOK-Route ist bequem mit Kindern jeden Alters zu befahren. Speziell die Express-Route ist für Kinder jüngeren Alters geeignet, da die Strecke autofrei ist und keinerlei Steigungen zu überwinden sind.

Highlights

Die Tour entlang des Nord-Ostsee-Kanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt, beginnt an den Schleusentoren Brunsbüttels. Etwa alle 15 Minuten passiert hier ein Schiff die Schleusenanlage von Containerfrachter bis Luxusliner. Traumschiffsaison ist übrigens von Mai bis September, dann durchfahren mehr als 100 Kreuzfahrtschiffe den Nord-Ostsee-Kanal nach einem genau festgelegten Fahrplan, der bei den Ansprechpartnern vor Ort bzw. auch im Internet erhältlich ist. Die Route führt von Brunsbüttel aus zunächst durch fruchtbare, ausgedehnte Marschen sowie Wälder und Wiesen. Weite Felder säumen den Weg bis zur Eider-Niederung. Wer möchte, kann sogar mit einem kurzen Abstecher das „Land unter dem Meeresspiegel“ bereisen – Deutschlands tiefste Landstelle mit 3,54 m unter NN.

Wieder zurück entlang des Nord-Ostsee-Kanals durchqueren Sie verträumte Dörfer und Städte wie den schönen Luftkurort Burg oder das steinzeitlich geprägte Albersdorf. Hier können Sie zahlreiche archäologische Denkmäler finden und im Steinzeitpark ein maßstabsgetreu nachgebautes Steinzeitdorf erkunden.

Mit Blick auf die Hochdonner und Grünentaler Hochbrücken kommen Sie an dem zauberhaften Hanerau-Hademarschen, seinerzeit Altersruhesitz Theodor Storms, vorbei. In der als Museum ausgebauten alten Villa des Dichters können Sie sich auf seine Spuren begeben. Weiter geht es durch das atemberaubende Naturschutzgebiet Haaler Au.

Bei Breiholz an der Fähre können Sie mit etwas Glück das längste Achter-Ruderrennen der Welt auf über 12,7 Kilometern bis Rendsburg beobachten. Es findet jährlich im Spätsommer statt. Dafür wird der Kanal für die Schifffahrt gesperrt und die Ruderboote erhalten eine Ausnahmegenehmigung zur Befahrung der Bundeswasserstraße. Das Rennen endet in Rendsburg, der über 800 Jahre alten Garnisonsstadt und ein empfehlenswertes Etappenziel. Ein besonderes Highlight ist hier die Eisenbahnhochbrücke mit der daran hängenden Schwebefähre. Sie ist eine von acht weltweit existierenden Schwebefähren; die Stadt Rendsburg bemüht sich um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe.

Von Rendsburg aus lohnt ein Abstecher zur Lotsenstation Rüsterbergen. Hier erklimmen die Lotsen mit teilweise riskanten Manövern die Schiffe von ihren kleinen Lotsenversetzbooten aus, um die Kapitäne bei der schwierigen Durchfahrt anzuleiten. In weiterer Folge radeln Sie durch sanfte Hügel- und Moorlandschaften. Auf den Rundtouren entlang des Kanals entdecken Sie zudem beschauliche Kleinstädte und Ortschaften wie Jevenstedt oder Gettorf. Typisch in der Region sind alte Gutshäuser und Mühlen.

Auf dem Weg stoßen Sie dabei auf eine weitere Besonderheit der Region: die größte Schiffsentmagnetisierungsanlage der Welt, gegenüber der Rader-Insel. Zudem passieren Sie zahlreiche Naturschutzgebiete, etwa das Wilde Moor oder den Flemhuder See. Den krönenden Hochgenuss Ihrer Tour bildet die Holtenauer Hochbrücke kurz vor Kiel – von hoch oben haben sie einen wunderbaren Blick bis hinaus auf die Ostsee. Die Tour endet am Leuchtturm Kiel-Holtenau aus den Zeiten Kaiser Wilhelms, direkt an der Hafeneinfahrt zur Holtenauer Schleuse.

Praktische Infos

Länge: 314 km
HM: auf 1,3 (423m)  ab 1,3 (421m) 
Start/Ziel: Brunsbüttel/ Kiel 
Land: Deutschland 
Radweg: 48 %
Unbefestigt: 6 %
Verkehr: 0 %
Mehr Infos: www.nok-sh.de/nok-route 

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