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Dollard-Route feiert Jubiläum

30 Jahre Radfahren zwischen Deutschland und den Niederlanden

Die Dollard-Route ist heute fast doppelt so lang wie bei ihrer Gründung. (Foto: Emsradweg/Maximilian Semsch)

Die Internationale Dollard Route (IDR) feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Am 2. August 1996 eröffnete die Route offiziell. Gründungsmitglieder waren damals die deutschen Städte und Gemeinden Leer, Papenburg, Weener, Bunde, Jemgum, Emden sowie der Landkreis Leer und auf niederländischer Seite die Gemeinden Reiderland, Winschoten, Scheemda, Appingedam und Delfzijl.

Warum die Route "Dollard" mit "d" geschrieben wird

Warum die Route "Dollard" mit "d" geschrieben wird, wird seit der Gründung bis heute gefragt: Im Deutschen schreibt man Dollart mit "t", im Niederländischen und auf Seekarten mit "d". Die Gründer des deutsch-niederländischen Vereins einigten sich auf die niederländische Schreibweise.

Fähre als fester Bestandteil

Eine Fährverbindung über den Dollart zwischen den beiden Ländern gehört von Beginn an zum deutsch-niederländischen Radwanderkurs. Sie verbindet die Häfen von Ditzum, Emden und Delfzijl. Zuerst fuhr der niederländische Kapitän Pieter Bakker mit der "Twee Gebroeder", 2008 folgte die "Kommandant" der Germania Schiffahrt. 2009 gab es ein Jahr ohne Fährverbindung. Seit 2010 ist das Fahrgastschiff "Dollard" im Einsatz.

Radreisen mit oder ohne Gepäcktransfer

Seit 1997 lassen sich Radreisen mit oder ohne Gepäcktransfer buchen. Rund 3.400 Gruppen mit 14.900 Personen nutzten das Angebot. Die meisten Gäste fahren allerdings auf eigene Faust und nutzen dafür das bereitgestellte Informationsmaterial der Dollard Route. Der Verein bietet außerdem Bustagesfahrten an. Das aktuelle Programm führt zum Dollartmuseum in Bunde, zum Privatgarten "Tuinfleur" in Oostwold (2026 zum letzten Mal), nach Appingedam und auf eine Schifffahrt auf dem Oldambtmeer.

Zwischen Watt, Warften und Schlössern

Neben der Fähre zeichnen die Route ihr grenzüberschreitender Verlauf und die Anbindung an Borkum aus, die größte ostfriesische Insel. Die Route verläuft in Bögen immer wieder an den Dollart und die Emsmündung. Dort begegnen Radfahrenden die Geschichte des Deichbaus und der damit verbundenen Landgewinnung, die Seefahrt, Fischerei sowie das Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Bögen ins Binnenland führen durch Warftendörfer, vorbei an Kornfeldern und durch gepflegten Landschaften. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen zum Beispiel die Hängenden Küchen in Appingedam, die Altstadt von Leer, eine der längsten Fahrradbrücken Europas bei Winschoten (Pieter Smitburg), die Meyer Werft in Papenburg, zahlreiche kleine Schlösser in den Niederlanden, die Nordseeinsel Borkum.

Route wächst von 180 auf 354 Kilometer

Zur Eröffnung war die Route rund 180 Kilometer lang, heute misst sie 354 Kilometer. 2002 trat Slochteren bei und bereicherte die Route um das Schloss Freaylemaborg. 2012 kamen Eemsmond, Loppersum und die Insel Borkum dazu. Seitdem bietet der Verein Radreisen mit Gepäcktransfer bis auf die Nordsee-Insel an. 2024 und 2025 folgten Midden-Groningen und Het Hogeland. 

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