Simmern im Hunsrück ist ein geschichtsträchtiger Ort. Bis in die Zeit der Römer lassen sich die Spuren in der Region zurückverfolgen. Auch der berühmte Schinderhannes saß hier einst im Gefängnis. Das Hunsrück-Museum in Simmern beherbergt eine Vielzahl von archäologischen Spuren aus verschiedenen Epochen.
Wer die Zeugnisse der Vergangenheit an ihrem Fundort erleben will, der kann sich zu einer Radtour in die Geschichte aufmachen. Sie trägt den Titel „Römer, Ritter, Klosterfrauen“ und verbindet die Orte Pleizenhausen, Budenbach, Horn, Klosterkumbd, Niederkumbd und Kümbchen mit der Stadt Simmern.
Burgen werden virtuell neu errichtet
Zu den Besonderheiten der Tour gehört auch, dass sich mithilfe der ARGO-App an historischen Standorten eine Rekonstruktion der Vergangenheit erleben lässt. Man lädt sich die App mit ihren Augmented-Reality-Anwendungen direkt auf sein Smartphone und kann dann mit Staunen verfolgen, wie die Geschichte dreidimensional wiederaufersteht.
Das ist zum Beispiel am Ortsrand der Gemeinde Budenbach so, wo einst eine römische Grabanlage stand. Noch heute sind vier Grabhügel erkennbar, in deren Umgebung man in den 1930er-Jahren Graburnen und Grabbeigaben aus der Zeit von Kaiser Trajan ausgegraben hat. Mittels App wissen Besucher:innen heute, wie der Fundort in römischer Zeit aussah.
Gemütliche Halbtagestour
Auch eine Turmringburg in der Nähe der Gemeinde Horn erwacht mithilfe der Technik zu neuem Leben. Sie thronte einst auf einem Erdhügel und war von einem Wassergraben umgeben. Eine einfach zu errichtende Befestigungsanlage, die man sich nun dank digitaler Animation an Ort und Stelle vor Augen führen kann. Der 26 Kilometer lange Radweg ist steigungsarm und ideal für eine gemütliche Halbtagestour. Wer von den Launen des Internets unabhängig sein will, lädt sich die App mit den jeweiligen Stationen zuvor schon aufs Handy. Die Tour ist an den Schinderhannes-Radweg von Emmelshausen nach Simmern angebunden.