Irland auf zwei Rädern
Irland bietet passende Routen für jeden Radfahrer-Typen – von kurzen Ausflügen bis zu abenteuerreichen Trails. Pluspunkt: Die fahrradfreundliche Infrastruktur ermöglicht in der Republik Irland sowie in Nordirland gemütliche Tagestouren und mehrtägige Abenteuer gleichermaßen. Zu dieser gehören neben einem umfassenden Streckennetz auch zahlreiche Rad-Verleihe. Für höhere Flexibilität können die (E-)Bikes an verschiedenen Standorten zurückgebracht werden.
Radfahren mit Genuss: Es grünt so grün auf Irlands Greenways
Um Hügel, Flüsse und Seen entspannt und autofrei zu erkunden und dabei mehrere Orte zu entdecken, schafft Irland mit den sogenannten Greenways eigene Wege. Fernab vom Straßenverkehr verlaufen sie meist über stillgelegte Bahntrassen oder Treidelpfade. Das Angebot wird stetig ausgebaut. Für Familien und Genussradelnde empfiehlt sich beispielsweise der Royal Canal Greenway, welcher sich vom Osten der Republik zum Fluss Shannon in der Grafschaft Longford schlängelt. Dank seiner Lage entlang eines Kanals ist er eine der flachsten Routen – ideal für entspanntes Radfahren mit Kindern.
Zu den Highlights zählt der Great Western Greenway in der Grafschaft Mayo. Vorbei an den Nephin Mountains sowie an pittoresken Küstenorten wie Newport und Mulranny radelt man dort von Westport nach Gob an Choire auf Achill Island. Die 42 Kilometer können leicht in einem Stück zurückgelegt werden, dennoch empfiehlt es sich, drei bis vier Tage einzukalkulieren, um die Region in all ihren Facetten zu erleben. Wer noch mehr Zeit mitbringt, verlängert die Tour um den Clew Bay Bike Trail entlang der zerklüfteten Steilküste von Achill Island. Nach einem Abstecher über Clare Island geht es bequem mit der Fähre zur Hauptinsel zurück.
Für Bikepacker: Roadtrips auf zwei Rädern
Noch mehr Freiheit, Flexibilität und Fitness – kein Wunder, dass Bikepacking im Trend liegt. Bei längeren Radreisen können Urlauber beliebte Regionen authentisch kennenlernen und zudem abseits ausgetretener Pfade fahren. Irland bietet für Rad-Wanderungen viele Möglichkeiten: Auf stolzen 2.500 Kilometern führt der Wild Atlantic Way an der Westküste entlang. Ambitionierte nehmen beim alljährlichen Langdistanz-Rennen Trans-Atlantic-Way teil, das ab Derry über die Küstenstraße führt und in Cork endet. Einzelne Etappen sind jedoch ebenso empfehlenswert, sei es in Sligo oder bei Slieve League. Auf Komfort muss dabei nicht verzichtet werden, denn mehrere Anbieter transportieren das Gepäck zur nächsten Unterkunft. Facettenreich ist auch der Kingfisher Trail mit seinen 483 Kilometern gewundenen Straßen. Mindestens zwölf Mal passieren Bikepacker auf der Route die Grenze zwischen der Republik und Nordirland.
Gut zu wissen: Wer nur ausgewählte Abschnitte fahren möchte, nutzt das Busnetz. Der Fahrradtransport in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Republik sowie in Nordirland ist außerhalb der Stoßzeiten kostenfrei.
Für MTB-Fans: Ausflugsziele mit Adrenalin-Garantie
Mehr Action gefällig? Auch Mountainbiker freuen sich in Irland auf ein umfassendes Streckennetz. Fünf Trailcenter mit ausgeschilderten Routen gibt es bereits, weitere befinden sich in der Planung. Im Vergleich zu alpinen Bikeparks, wie man sie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennt, sind die Steigungen in Irland eher sanft. Dafür sind die Trails flowig konzipiert und begeistern mit spektakulären Ausblicken.
Nicht verpassen sollten Biker die Top-Spots in Ticknock, Coolaney und Ballinastoe mit diversen sportlichen Herausforderungen inklusive aussichtsreicher Up- und Downhill-Tracks. Im Ticknock Trailcenter bei Dublin folgen Wurzelteppiche mit kantigen Felsplatten und Drops auf enge Serpentinen inklusive Stufen. Relativ neu ist der Coolaney Park im County Sligo an der Nordwestküste. 30 Trail-Kilometer sind bereits ausgebaut, 80 Kilometer sollen es werden. Dabei sind die Wege weitgehend aus Schotter, sodass die Reifen auch bei nassem Wetter nicht im Match versinken. Durch die Wicklow Mountains führen die Ballinastoe Mountain Bike Trails auf 16 Kilometern Länge. Während die Anstiege überwiegend aus Forstwegen bestehen, sind die Downhills schmal und teilweise anspruchsvolle Single Tracks.
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