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Beim Rad fahren kommen die Gelenke in die Gänge

Radel-Tipps bei Gelenkschmerz und Arthrose

Bewegung ist das A und O in der Therapie von Gelenkschmerzen. Eine der besten Aktivitäten ist Fahrrad fahren. Es kann die Bewegungsschmerzen lindern und die Gelenke mobilisieren. Bevor Sie los fahren, sollten Sie Ihr Rad jedoch richtig einstellen, schmerzfrei sein und dann die richtige Trittfrequenz wählen. Die Initiative "Stark gegen den Schmerz" gibt Tipps zur Gelenk schonenden Sportart Rad fahren.

Regelmäßiges Rad fahren ist gesund. Denn die Bewegungen beim Radfahren können die Haltemuskulatur stärken und helfen, mehr Gelenkflüssigkeit zu produzieren. Diese wirkt als Schmiere und sorgt normalerweise für ein reibungsloses Aneinanderentlang-Gleiten der Gelenkflächen; Rad fahren ist vor allem für Ihre Knie besonders schonend, da sie nicht das volle Körpergewicht tragen müssen. "Wenn Sie aufs Rad steigen, sollten Sie auf eine richtige Haltung und die optimale Trittfrequenz achten, sonst schadet eine Radtour mehr, als sie den Gelenken nützt. Und fahren Sie ohne Schmerzen!" sagt Prof. Dr. Josef Zacher, Orthopäde und Vorstandsvorsitzender der Initiative "Stark gegen den Schmerz".

Was ist beim Rad fahren zu beachten?

1. Sattelhöhe einstellen: Wenn Sie auf dem Sattel sitzend mit

ausgestrecktem Bein das untere Pedal mit der Ferse erreichen, sitzen

Sie richtig.

2. Richtig treten: Der ideale Auflagepunkt der Füße auf dem Pedal

liegt zwischen Ballen und Mittelfuß.

3. Lenkerhöhe einstellen: Justieren Sie den Lenker so, dass er

höher als der Sattel steht. Die aufrechte Haltung belastet den

Bewegungsapparat am wenigsten.

4. Gang wählen: Ihr Fahrrad sollte mit vielen Gängen ausgerüstet

sein. Wählen Sie bevorzugt kleine Gänge.

5. Trittfrequenz: Die ideale Trittfrequenz beim Radfahren liegt

bei 80-100 Pedalumdrehungen pro Minute. Die schnelle Trittabfolge bei

mäßigem Krafteinsatz verhindert eine Überbelastung Ihrer Gelenke und

Muskeln.

6. Wattzahl beim Ergometer: Stellen Sie den Hometrainer oder das

Ergometer auf einen niedrigen Leistungswert zwischen 25 und 50 Watt

ein. Grundsätzlich gilt bei Gelenkschmerzen: kleine Wattzahl, hohe

Trittfrequenz.

7. Schalten mit Handarthrose: Sollten Sie unter einer Finger- oder

Handarthrose leiden, ist eine Griffgangschaltung zu empfehlen, die

als Rädchen am inneren Ende des Griffs befestigt ist. Eine leichte

Drehung reicht aus, um zu schalten und Ihre Finger zu schonen. Eine

weitere - allerdings nicht ganz billige - Alternative ist die

Tretlagerschaltung. Damit werden die Gänge gewechselt, indem Sie den

Kurbelarm mit der Ferse antippen.

8. Schmerzfrei fahren: Rad fahren sollten Sie nur in schmerzfreien

Phasen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt und fragen Sie nach einer

wirksamen und gut verträglichen medikamentösen Schmerztherapie, die

Ihnen die Freude an der Bewegung erlaubt.

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