Neue Radwege im Fichtelgebirge
Die Ferienregion Fichtelgebirge liegt in Oberfranken/Nordbayern und reicht von Bayreuth im Westen bis zur tschechischen Grenze im Osten, im Norden bis nach Hof und im Süden bis nach Waldsassen in die nördliche Oberpfalz. Ein 1.500 Kilometer langes Radwegenetz, abwechslungsreiche Strecken und eine verständliche Wegführung machen das Fichtelgebirge zu einer beliebten Raddestination. Nun gibt es zwei neue Touren in der Mittelgebirgsregion – während die Kombitour Saale-Perlen-Brückenradweg unterwegs Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten bietet, schlängelt sich der Egerradweg idyllisch entlang des Flusses.
Neue Kombitour: Saale-Perlen-Brückenradweg
Die 115 Kilometer lange Rundtour kombiniert Abschnitte des Saaleradwegs von Bischofsgrün bis Oberkotzau, des Perlenradwegs von Oberkotzau bis Selb sowie des Brückenradwegs von Selb bis Bischofsgrün. Letzterer führt über ehemalige Bahntrassen und zahlreiche denkmalgeschützte Brücken, die das Landschaftsbild prägen.
Auf dem Weg locken neben vielen Einkehrmöglichkeiten die verschiedensten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. So erleben Groß und Klein in Bischofsgrün eine rasante Abfahrt mit der Ganzjahresrodelbahn „Alpine Coaster“ und genießen vom Asenturm auf dem Gipfel des 1.024 Meter hohen Ochsenkopfs aus den Ausblick.
Im Fernwehpark in Oberkotzau begeben sie sich auf eine imaginäre Weltreise und bewundern originale Ortstafeln und Beschilderungen aus aller Welt. Gegründet im Jahr 1999 vom Dokumentarfilmer Klaus Beer, umfasst die Sammlung heute ca. 4.000 Schilder.
Angeln, Segeln, Surfen und Tauchen heißt es beim Freizeitsee Förmitzspeicher bei Schwarzenbach an der Saale. Hier befindet sich auch das Erika-Fuchs-Haus. Das Museum für Comic und Sprachkunst, in dem Donaldisten ein Bad in Onkel Dagoberts Geldspeicher nehmen, würdigt das Werk der Wahlfichtelgebirglerin sowie langjährigen Übersetzerin der Donald-Duck-Hefte.
Auch ein Rundwanderweg in Europas größtem Felsenlabyrinth auf der Luisenburg bei Wunsiedel verspricht einen erlebnisreichen Ausflug. Während des Aufstiegs passieren Besucher:innen gigantische Granitblöcke, enge Felsspalten und kleine Schluchten. Ein ganz besonderes Ereignis wartet kurz vor dem Gipfel – die Teufelstreppe. Diese Wegführung mit 30 steinigen Stufen zwingt nahezu alle Personen dazu, sich zu bücken. Der höchste Punkt, der Bundesstein mit Kreuz, bietet einen sehenswerten Ausblick.
Egerradweg: Radvergnügen im deutsch-tschechischen Grenzraum
Der insgesamt 270 Kilometer lange Fernradweg – davon 50 Kilometer im Fichtelgebirge – erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwest-Hang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Mit Blick über eine weitläufige Auenlandschaft im Landkreis Wunsiedel geht es in den Kurort Weißenstadt, wo sich die Radler:innen im Weißenstädter See eine Erfrischung gönnen und in den Gaststätten am Ufer oder in der Altstadt stärken.
Ein enger Talabschnitt bildet die nächste Etappe nach Röslau und zum nördlich gelegenen Aussichtspunkt Zwölfgipfelblick. Vorbei an ehemaligen Hammermühlen schlängelt sich der Radweg entlang der Eger nach Hohenberg mit der über der Altstadt thronenden Burg und dem Porzellanikon – dem zweiten Standort der beiden Museen für Porzellan im Fichtelgebirge. Weiter geht es bis nach Tschechien, wo der Eger-Radweg zum Fahrradweg Ohře wird, der bis nach Karlsbad führt, von wo aus weitere 145 Radkilometer bis zur Mündung in die Elbe warten. Auf dem gesamten Egerradweg gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.
Mehr Infos zur Region: www.fichtelgebirge.bayern
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