Man braucht keinen PS-starken Geländewagen, um jederzeit von der Straße in den nächsten Waldweg einbiegen zu können (zumal die meisten Waldwege für Autos gesperrt sind). Ein Fahrrad reicht aus. Und mit einem Mountain-Bike, Trekking- oder Crossrad beginnt hier der Spaß erst richtig. Voraussetzung sind allerdings die richtigen Reifen – und der richtige Reifendruck. „Ein etwas niedrigerer Reifendruck verbessert Bodenhaftung und Komfort“, erläutert Carsten Zahn, Produktmanager beim Reifenhersteller Schwalbe. „Allerdings sollte man nie den auf der Reifenflanke angegebenen Mindestdruck unterschreiten.“
Entscheidend für den Fahrspaß ist auch das Profil. Auf einer sauberen Straße spielt es für die Haftung beim Fahrradreifen (anders als beim Auto) keine nennenswerte Rolle. Carsten Zahn: „Im Gelände jedoch krallt es sich regelrecht in den Boden und sorgt für Traktion und Spurhaltung, also dafür, dass man voran kommt und das Rad lenkbar bleibt.“ Das Hinterrad überträgt die Antriebskräfte, das Vorderrad die Lenk- und Bremskräfte. Deshalb sind viele Profile laufrichtungsabhängig: Die Reifen werden hinten andersherum als vorn montiert. „Für Trekking-Bikes sind Reifenprofile sinnvoll, die auf Straßen und auf Waldwegen gleichermaßen eine gute Figur machen. Für MTBs gibt es neben Allroundreifen auch spezielle Profile, etwa für Matsch, für sandigen Boden und für Downhill.“