Um Italien richtig zu erleben, sollte man sich Zeit nehmen. Viele kulturelle Kleinode und Sehenswürdigkeiten liegen abseits der Hauptstraßen. Warum in Italien also nicht einfach mal mit dem Rad auf Entdeckungstour gehen? Zahlreiche Touren führen an abgelegene Orte. Fahrradrouten im Mantua-Gebiet und dem Po-Delta folgen den Flüssen Minicio und Po durch Städte und Dörfer bis in die Landschaften des Deltas und an die Gestade des Meeres.
Abseits der Touristenpfade
Abseits der Touristenpfade können Fahrradreisende die Geschichte, Kunst und Kultur Italiens erleben. Zum Beispiel das „Castellaro Lagusello Regional Reserve“, ein mittelalterliches Dorf, das eine vielfältige Vegetation aufweist. Ein Besuch in Sabbioneta, der „sternförmigen Stadt“, gebaut von Herzog Vespasiano Gonzaga im späten 16. Jahrhundert, bietet sich ebenfalls für Naturliebhaber an. Der 47 km lange Radweg von Mantua nach Sabbioneta durchquert die Sumpfgebiete des Parks „Oglio Sud.“ Die Radwege folgen dabei teilweise historischen Straßen, die zur Zeit des römischen Reiches errichtet wurden.
Der längste Fahrradweg Italiens
Die Provinz Ferrara beginnt in der Stadt Stellata di Bondeno. An der sternförmigen Festung Rocca Possenta liegt auch der Startpunkt zum längsten Fahrradweg Italiens. Der Weg ist insgesamt 135 Kilometer lang und führt bis in die Region Gorino in Ferrara. Weiter entlang des Flusses geht es nach Ro Ferrarese. Die „Die Mühle am Po“ – ein Open-air-Museum – ist weit mehr als ein gewöhnliches Museum: Besucher lernen hier die Verarbeitung des Mehls kennen, das später für die Produktion des berühmten Ferrareser Brotes „la coppia“ verwendet wird.
Auf dem Weg zum Meer
In Porta del Delta verzweigt sich der Fluss – ein Arm fließt Richtung Venedig, der andere in den Süden, in die Polesine. Man folgt dem Fluss in die Polesine nach Mesola mit dem Estense-Anwesen und dem Mesola-Wald. Der Wald ist per Rad, zu Fuß oder mit dem Elektro-Bus schnell zu erreichen und wartet mit einer vielfältigen Flora und Fauna auf. Hier trifft man auch auf den artgeschützten Dünenhirsch, der kurz vor dem Aussterben war und hier wieder angesiedelt wurde. In Richtung Meer geht es durch einige Lagunen. Die Landschaft aus Wasserpflanzen, Pappeln und Eichen bildet ein einzigartiges Ökosystem, das zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde.
Service für Fahrradtouristen
Für Fahrradtouristen gibt es spezielle Biker-Frühstücke, Miet- und Aufbewahrungsservices für Räder sowie Reparaturshops. Einige Tourismusbüros bieten geführte Touren an.
Italien mit dem Fahrrad neu entdecken
Italien bietet viele Fahrradrouten durch Landschaften abseits der Touristenziele (Foto: Rediscover Italy)
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