Mit dem Dreiklang aus Produktschau, Festival und Programm findet am 13. und 14. April das Fahrradfestival Velo Berlin am Flughafen Tempelhof statt. Das Talk-, Show- und Rennprogramm lädt Fahrradfans und -interessierte ein und hat dabei eine klare Botschaft: Radfahren ist für alle da.
Das Festival-Motto „Radfahren für alle“ wird in diesem Jahr zur Eröffnung des Festivals erstmalig durch ein Trio aus gleich zwei Botschafterinnen und einem Botschafter verkündet. Mit ihren ganz persönlichen Hintergründen im Radsport, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft verfolgen sie unterschiedliche Herangehensweisen, um mehr Menschen für das Fahrrad zu begeistern.
Kristina Vogel gilt mit 17 Weltmeistertiteln und zwei Olympiasiegen als die erfolgreichste Bahnradsportlerin der Welt. Bei einem Trainingsunfall im Juni 2018 erlitt sie eine Querschnittlähmung. Seitdem ist sie als Trainerin bei der Spitzensportfördergruppe der Bundespolizei tätig, arbeitet als Kommunalpolitikerin, Autorin, hält Vorträge und versucht vor allem, über Social Media Aufklärung zu betreiben:„Für mich bedeutet Radfahren Freiheit. Es erweitert deinen Umkreis mehr, als es beispielsweise mit Joggen möglich ist. Die Jahre als Leistungssportlerin waren die wohl schönsten meines Lebens. Ich konnte die Welt sehen, habe Freunde von überall her und die eine oder andere Medaille sieht auch recht gut zuhause aus.“, beschreibt Kristina Vogel ihre Liebe zum Rad.
Katja Diehls Hafen ist Hamburg. Unterwegs ist die Spiegel-Bestseller-Autorin und Aktivistin in Deutschland und ganz Europa mit den Schwerpunkten auf Mobilität der Zukunft, Neue Arbeit und Diversität: „Es gibt sehr viele Menschen, die gerne Fahrrad fahren würden, sich dabei jedoch nicht sicher genug fühlen. Ich setze mich dafür ein, dass die Straßen sicherer werden, PKW-Platz wegzunehmen und ihn zu Gunsten von Fuß- und Radwegen umzuwidmen.“
Professor Christian Rudolph leitet seit 2021 die Stiftungsprofessur „Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen“ des deutschen Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) an der Technischen Hochschule Wildau. Er forscht und bildet aus zu den Schwerpunkten Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit und Logistik für die Mobilität von morgen: „Ich liebe das Fahrradfahren, weil ich einfach jederzeit losfahren kann! Daneben ist es die sozial gerechteste, verträglichste und ressourcenschonendste Mobilität, die Teilhabe für Alle ermöglicht.“
Radfahren für Demokratie und Diversität
In Bühnentalks und -panels diskutieren im Rahmenprogramm der diesjährigen Velo Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Fahrradbranche, Politik und Zivilgesellschaft und Radfahrende, wie die Mobilität in der Stadt der Zukunft aussehen kann. Wie kann das Fahrrad als konkretes Vehikel dazu beitragen, dass die Gesellschaft näher zusammenrückt und sich dabei auch gegen antidemokratische und rechte Kräfte abgrenzt? In verschiedenen Podiumsdiskussionen wird diskutiert, wie Demokratie und Fahrrad miteinander verzahnt sind. Wie demokratisch ist das Fahrrad als Verkehrsmittel und wie können mehr Menschen – jeglichen Alters, Geschlechts und Herkunft – sicher und entspannt das Rad nutzen?
Seit Jahren ein Fokus des Fahrradfestivals, beschäftigt sich das Empowerment Programm Velo Women 2024 am Sonntagnachmittag mit den Schwerpunkten inklusives Produktdesign sowie Awareness bei Radrennen und -touren.
Mehr Infos und Tickets: www.veloberlin.com