Start- und Zielort oder -straße eingeben und mit einem Klick bundesweit individuelle Routen ermitteln – was für das Auto schon lange Zeit völlig normal ist, gibt es jetzt auch speziell für Fahrradfahrer. Das Projekt „Naviki“ der Fachhochschule (FH) Münster bietet auf <link http: www.naviki.org>www.naviki.org einen Dienst für kostenloses Fahrrad-Routing in ganz Deutschland.
Im Internet oder mithilfe eigens entwickelter Handy-Software liefert das System maßgeschneiderte Routen für den Radverkehr. Dabei routet Naviki vorzugsweise auf Wegen abseits von Hauptverkehrsstraßen. Nutzer können ihre Strecken unmittelbar auf einer Karte (in Geländer-, Satelliten-, Karten- und Hybridansicht) sehen, als Wegbeschreibung ausdrucken oder für die Navigation mit einem GPS-Gerät oder -Handy herunterladen.
Zudem lassen sich mittels GPS selbst aufgezeichnete Wege auf die Website hochladen. Auf diese Weise können alle Radler mit ihren Ortskenntnissen das Streckennetz erweitern. Das so ständig wachsende Netz berücksichtigt Naviki automatisch bei Routenauskünften. „Durch diese Innovation hat das System riesiges Potenzial“, ist sich Projektleiter Prof. Dr. Gernot Bauer, Leiter des Labors für Software Engineering der FH Münster, sicher. Um von Beginn an ein engmaschiges Wegenetz zu bieten, nutzt Naviki auch die für das Fahrrad geeigneten Strecken des Projektes OpenStreetMap (OSM). OSM ist ebenfalls eine von Nutzern erstellte Karte im Internet (<link http: www.openstreetmap.de>www.openstreetmap.de).
Naviki bietet neben einigen Streckendetails wie z. B. Länge, Fahrtzeit (bei einem Schnitt von 15 km/h), Steigung auch ein Höhenprofil, dessen Angaben auf der Route in der Karte mitverfolgt werden kann, sowie natürlich die GPS-Daten zum Download.
Die Plattform ist als Beta-Version verfügbar, viele Funktionen werden also noch verbessert und ausgebaut. Es ist geplant, in Kürze auch kostenlose Anwendungen für iPhone- und Android-Handys zur Verfügung stellen.
Auch wenn die Website im Test nicht fehlerfrei fuktionierte – der Versuch, mehrerer Anfragen hintereinander zu verarbeiten führte mehrfach dazu, dass die Site erst nach Löschen des Browser-Caches wieder aufgerufen werden konnte: Naviki beeindruckt auf jeden Fall schon jetzt, findet die Redaktion von Radtouren.de.
Cornelia Auschra