Die Bundesregierung will Blinker an allen Fahrrädern erlauben. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage hervor, die der Rheinischen Post vorliegt. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) begrüßt das Vorhaben.
„Es ist Zeit, dass in der StVZO die Möglichkeit geschaffen wird, die Sichtbarkeit von Fahrradfahrenden mit Blinkern – oder Fahrtrichtungsanzeigern – zu verbessern. Denn Blinker können einen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit und weniger Verletzte im Straßenverkehr leisten", ist sich Manfred Wirsch, Präsident des DVR, sicher.
Abbiegevorgänge würden sicherer, so Wirsch, weil beide Hände am Lenker bleiben und die Abbiegeabsicht vor allem nachts für andere Verkehrsteilnehmer besser erkennbar wäre.
Kollisionen mit links abbiegenden Radfahrern führten häufig zu schweren Verletzungen und könnten so reduziert werden, so Wirsch weiter. Ein Blick zurück zeige, dass sich Blinker an motorisierten Zweirädern und auch an Elektrokleinstfahrzeugen bewährt hätten und unter anderem für mehrspurige Fahrräder und Fahrradanhänger bereits zugelassen seien.
Der DVR hatte im Rahmen der Verbändeanhörung zum Referentenentwurf „Neufassung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und zur Änderung weiterer Vorschriften“ im Sommer 2023 vorgeschlagen, das Verbot von Fahrtrichtungsanzeigern für die meisten Fahrräder aufzuheben.